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Wie Unternehmen ihre Lieferkette durch einen Lieferantenradar absichern können

Wie Unternehmen ihre Lieferkette durch einen Lieferantenradar absichern können
by Kai Berninger

TARGUS ist in den vergangenen beiden Jahren mehrfach für beispielhafte Projektarbeit ausgezeichnet worden. Aus guten Gründen.

Lesen Sie als Case Study: Selbst, wenn die eigene Produktion auf Effizienz getrimmt ist, muss dennoch jederzeit die gesamte Lieferkette überwacht werden. Um Produktionsausfälle wegen fehlender Vorprodukte zu vermeiden, ist es erforderlich, schon auf erste Signale aus der Lieferkette umgehend zu reagieren. TARGUS hat einen global tätigen Kunden aus dem Motorenbau tatkräftig dabei unterstützt, „wackelnde“ Zulieferungen für sein hoch komplexes Teilespektrum frühzeitig zu identifizieren und gezielt abzusichern.

Bereits das Fehlen nur eines einzigen Bauteils führt fast zwangsläufig dazu, dass das Fertigprodukt nicht zum geplanten Zeitpunkt produziert werden kann. Je nach Pufferzeit lässt sich dann oft auch der mit dem Kunden vereinbarte Liefertermin nicht mehr einhalten – mit der Folge entstehender Zusatzkosten und Regressforderungen. Im bestehenden Fall wäre zudem der reservierte Bauplatz in der Montagekette durch eine Umplanung nicht mehr füllbar und damit für die Optimierung der Auslastung unwiederbringlich verloren gewesen.

Ähnlich wie bei diesem Kunden von TARGUS, sind von der beschriebenen Situation im Besonderen Unternehmen betroffen, die ihre Produkte in stark kundenindividualisierten Varianten mit jeweils geringen Stückzahlen herstellen. Folglich ist die Steuerung der Lieferkette mit bis zu mehreren hundert Lieferanten eine hoch komplexe Aufgabe. Die vollständige Überwachung aller Lieferanten ist schlicht nicht möglich.

Gemeinsam mit dem Kunden wurde daher das Ziel festgelegt, die bestehenden Systeme zur Lieferantensteuerung zu hinterfragen sowie punktuell zu erweitern und anzupassen. Kritische lieferantenbezogene Ereignisse sollten frühzeitig identifiziert und bei Eintritt schnell mit der notwendigen Konsequenz eliminiert werden.

Kundenspezifisches mehrstufiges Vorgehen

Im Wesentlichen wurden vier Stellhebel bedient, die alle innerhalb der Projektlaufzeit umgesetzt wurden:

  1. Festlegen von Kritikalitätsstufen und damit verbundenen Automatismen mit klaren Verantwortlichkeiten (z.B. Start einer Task Force im Falle produktionsgefährdender Situationen),
  2. Entwickeln eines „Lieferantenradars“ als zentrales Tool zur transparenten Zusammenführung aller kritischen lieferantenbezogenen Themen aus den Bereichen Einkauf, Disposition und Produktion zwecks Überwachung und Nachverfolgung der Gegenmaßnahmen,
  3. Etablieren einer Routine zur interdisziplinären Abstimmung zwischen den beteiligten Fachbereichen,
  4. Einbinden dieser Routine in bestehende Regelkreise durch ein entsprechendes Berichtskonzept und die Festlegung von Kommunikations- und Eskalationsmechanismen.

Schnelle und massive Senkung der Störfälle

Das Ergebnis nach Erprobung und Etablierung dieses Vorgehens kann sich sehen lassen: Durch gesteigerte Transparenz und die „erzwungene“ umgehende Reaktion auf kritische Lieferantenthemen konnten die Störfälle mit Auswirkungen auf die Produktion schon nach kurzer Zeit um etwa die Hälfte reduziert werden.

Lieferantenradar Grafik DE - Wie Unternehmen ihre Lieferkette durch einen Lieferantenradar absichern können

Dies ist auf zwei wesentliche Gründe zurückzuführen:

  1. Frühzeitiges Reagieren lässt einen Großteil der Störfälle gar nicht erst kritisch werden.
  2. Die schnellere Reaktion auf Störfälle über festgelegte Automatismen führt umgehend zu den notwendigen Gegenmaßnahmen. Auswirkungen auf die Produktion werden so vermieden. So wurde in einem Extremfall über eine Vor-Ort Task Force ein kritischer Lieferant in kurzer Zeit stabilisiert und die Lieferfähigkeit abgesichert.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor in diesem Projekt war der interdisziplinäre Austausch zwischen den Fachbereichen. Diese Art der Zusammenarbeit und die von Beginn an gelebte Fokussierung auf ein gemeinsames Ziel haben schnell zu einer pragmatischen und von allen akzeptierten Lösung geführt, die nach wie vor im Unternehmen aktiv gelebt wird.

Technik-Experten mit industrieller Erfahrung

Bei TARGUS gehört die Umsetzung zur DNA: Targonauten begnügen sich nicht damit, kluge Charts und Präsentationen zu erstellen und dem Management Empfehlungen zu geben. Sie setzen gemeinsam mit den Mitarbeitern des Kunden – bei Bedarf zudem vor Ort bei deren Lieferanten – die Ideen und Verbesserungskonzepte auch in den Werkshallen um, bis alles nach Plan funktioniert.

Diese Fähigkeit setzt entsprechendes technisches Verständnis und praktische Erfahrung der Berater voraus. Daher haben die meisten Targonauten ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium absolviert, und viele besitzen signifikante Berufserfahrung aus der Industrie. In der Berater-Rolle und mit dem Verständnis für viele Fachbereiche verstehen wir so besser als andere, woran Vorhaben scheitern können und stellen den Erfolg entsprechend in Konzept, Planung und der Umsetzung selbst sicher.

Sozialkompetenz für die Coaching-Unterstützung

Macher sind gefragt – Leute, die dafür brennen, Konzepte gemeinsam mit dem Kunden tatkräftig umzusetzen, die den Blick für das Wesentliche haben und schnell zur Sache kommen, ohne das Team abzuhängen. So werden die Targonauten als „Helfer“ (Kundenzitat) im Projekt gesehen.

Auch im oben beschriebenen Fall spielte die Praxiserfahrung der TARGUS-Berater eine entscheidende Rolle. Sie brachten sich nicht nur bei der Analyse ein und entwickelten gemeinsam mit dem Management eine detaillierte Roadmap zur Umsetzung – handfeste Maßnahmen mit klaren Verantwortlichkeiten und verbindlichen Terminzusagen. Sie operierten auch als Teil des Umsetzungsteams und Taktgeber. Und als „Not am Mann“ war, waren Sie auch Teil der Task Force vor Ort beim Lieferanten.

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