In der heutigen wettbewerbsintensiven Geschäftswelt reicht es nicht aus, einzelne Produkte zu optimieren. Die kostenoptimale Gestaltung einzelner Produkte führt nicht automatisch zum Kostenoptimum für das gesamte Unternehmen. Häufig können signifikante Synergien zwischen den jeweiligen Produkten bzw. Produktreihen gehoben werden. Die Betrachtung des gesamten Produktportfolios ermöglicht somit eine zusätzliche Perspektive zur Kostenoptimierung.
Die Herausforderung historisch gewachsener Portfolios
Viele Unternehmen stehen vor einem gemeinsamen Problem: Ihr Produktportfolio ist über die Jahre organisch gewachsen, ohne dass eine systematische Überprüfung der Wirtschaftlichkeit stattgefunden hat. Das Resultat? Nicht jedes Produkt trägt noch signifikant zur Wertschöpfung bei – manche erzeugen sogar defizitäre Margen. Gleichzeitig sind die größten Margenbringer oft nicht bekannt und stehen daher nicht im Fokus der Vertriebsaktivitäten.
Der systematische Ansatz der Produktportfoliooptimierung
Hier setzt die Produktportfoliooptimierung (PPO) an. Sie betrachtet die Produktgesamtheit und optimiert das Portfolio so, dass es bestmöglich zu den finanziellen und strategischen Zielen des Unternehmens passt und Ressourcen optimal eingesetzt werden.
Ein typisches PPO-Projekt verläuft in vier klar definierten Phasen:
- Screenen und Clustern des bestehenden Portfolios: Die erste Phase umfasst eine gründliche Analyse und Gruppierung aller vorhandenen Produkte nach relevanten Kriterien wie Umsatz, Marge, Marktanteil und strategischer Bedeutung.
- Transparenz über die wahren Kosten und Margen: In dieser Phase werden die tatsächlichen Kosten und Margen jedes Produkts ermittelt, wobei auch versteckte Kosten wie Komplexitätskosten berücksichtigt werden.
- Feature- und Anforderungsanalyse: Hier werden die Produktmerkmale und Kundenanforderungen systematisch analysiert, um den tatsächlichen Wertbeitrag jedes Features zu bestimmen.
- Bereinigung des aktuellen Produktportfolios: In der letzten Phase erfolgt die Optimierung des Portfolios unter sorgfältiger Abwägung von finanziellen und strategischen Managementzielen.
Die konkreten Ergebnisse einer erfolgreichen PPO
Die Produktportfoliooptimierung liefert mehrere wertvolle Ergebnisse:
- Transparenz über die Margen aller Produkte: Eine klare Sicht auf die Wirtschaftlichkeit des gesamten Portfolios ermöglicht fundierte Entscheidungen.
- Reduzierung der Komplexitätskosten: Durch die Straffung und Optimierung des Angebots werden versteckte Kosten reduziert.
- Margenoptimiertes Produktportfolio: Im Ergebnis erhalten Sie ein bereinigtes Portfolio, in dem profitable Produkte mehr Gewicht haben und Ressourcen gezielter eingesetzt werden.
Die Produktportfoliooptimierung ist ein mächtiges Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Sie ermöglicht es Unternehmen, ihre Ressourcen gezielt auf profitable Produkte zu konzentrieren und gleichzeitig die Komplexität zu reduzieren. Das Ergebnis ist ein Portfolio, das mehr ist als die Summe seiner Einzelteile – ein strategisch ausgerichtetes, profitables Produktangebot, das optimal auf die Unternehmensziele einzahlt.
In unserer Broschüre „Produktkostenmanagement als Treiber der Wettbewerbsfähigkeit“ finden Sie ebenfalls detaillierte Informationen zu den Methoden und deren Anwendung in der Praxis.
Im nächsten Artikel werden wir unsere Serie mit dem Schwerpunkt „nachhaltige Verankerung in der Organisation“ fortsetzen. Bleiben Sie dran!
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