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Entwicklung optimaler Produktionsnetzwerke

Entwicklung optimaler Produktionsnetzwerke
by Florian Geiger

Praxisbeispiel Produktallokation mit unserem PLACE-Modell

Die effiziente Gestaltung von Netzwerken mit der Allokation von Produkten sowie die Verlagerung von Produktionsanlagen oder sogar ganzer Standorte stehen im Zentrum der Lokalisierung. Ausgangspunkte sind meist steigender Kostendruck, erhöhte Kundenanforderungen oder auch die Integration neuer Produktionsstandorte, z. B. im Rahmen eines Mergers.

Mit dem von TARGUS entwickelten PLACE-Modell bieten wir Ihnen ein erprobtes Konzept zur Optimierung Ihrer Lokalisierungsprojekte. Darin unterscheiden wir zwischen den beiden Hauptphasen Produktallokation und Transfer. Im Folgenden liegt der Schwerpunkt auf der Produktallokation.

TARGUS PLACE Modell 2 L - Entwicklung optimaler Produktionsnetzwerke

Erfolgreiche Lokalisierung mit dem TARGUS PLACE-Modell

Typische Ausgangsfragestellungen für die Produktallokation

  • Welche Rolle sollen die einzelnen Produktionsstandorte zukünftig übernehmen?
  • Wo sollen sich die Produktionsstandorte befinden?
  • Welche Produkte sollen an den Standorten produziert werden?
  • Welche Produktkapazitäten sollen an den einzelnen Standorten verfügbar sein?
  • Welche Märkte sollen die einzelnen Standorte bedienen?
  • Wie lassen sich Synergieeffekte im Netzwerk erreichen?

Die Produktallokation definiert das Produktionsnetzwerk

Bei der Allokation geht es um die Definition eines Produktionsnetzwerks. Dies berücksichtigt auch die Zuordnung der Produktionskapazitäten und Marktabsatzmengen innerhalb des Netzwerks.
Viele unserer Kunden sind mit historisch gewachsenen Netzwerkstrukturen konfrontiert oder planen einen strategischen Zusammenschluss. Zusätzlich führt die Volatilität der Märkte dazu, dass die Netzwerkstrukturen oft nicht mehr den gegebenen Anforderungen entsprechen.
Die Konsequenz: ineffiziente Strukturen und ungewollt redundante Prozessabläufe.

Unternehmen in der Zwickmühle

Es gilt daher, Risiken und Chancen abzuwägen. Denn die Änderung bestehender Prozesse birgt nicht unerhebliche Risiken wie z. B. Produktionsausfälle und den Verlust von Know-how. TARGUS führt Produktallokationen mit Hilfe des in vergangenen Projekten erprobten und weiterentwickelten PLACE-Modells durch.

Praxisbeispiel Produktallokation im Maschinenbau mit dem PLACE-Modell

Nach einem erfolgreichen Merger wurden wir beauftragt, die Potenziale des internationalen Produktionsnetzwerks zu bewerten sowie mögliche Veränderungsansätze auszuarbeiten. Daher führten wir bei unserem Kunden aus dem Bereich Maschinenbau über wenige Tage eine intensive Analyse der vorhandenen Möglichkeiten durch. Auf Basis dieser Bewertung begann in zwei Phasen das eigentliche Produktallokationsprojekt:

1. Analyse der vorhandenen Strukturen und Entwicklung von Zukunftsszenarien
2. Bewertung und Validierung der Szenarien sowie Auswahl eines Vorzugsszenarios

TARGUS Die Optimierung der Produktallokation wird durch Quality Gates gesichert 2 L - Entwicklung optimaler Produktionsnetzwerke

Die Optimierung der Produktallokation wird durch Quality Gates gesichert.

Die Phasen der Produktallokation wie auch die enthaltenen Einzelschritte werden durch Quality Gates getrennt. Diese müssen bewusst durchschritten werden, um alle relevanten Faktoren zu berücksichtigen. Durch diese stringente Vorgehensweise konnten die konkreten Risiken für unsere Kunden, z. B. die Auswirkungen auf das Unternehmensimage und ein komplexer Know-how-Transfer, frühzeitig erkannt werden, und es konnte rechtzeitig gegengesteuert werden.

  • 1. Teilschritt der Analysephase: Zielformulierung

Unsere Aufgabe war es, das europäische Produktionsnetzwerk zu optimieren und dabei die Schnittstellen zu den außereuropäischen Standorten zu berücksichtigen. Das erreichbare Optimierungspotenzial wurde bereits im Rahmen der Voranalyse ermittelt und diente nun als Zielwert.

  • 2. Teilschritt der Analysephase: Modellaufbau

Von den gegebenen Produktionsnetzwerkstrukturen ausgehend, betrachteten wir die unterschiedlichen Szenarien durch das von TARGUS entwickelte Allokationsmodell. Dazu war es notwendig, in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden ein unternehmensspezifisches Datenmodell zu entwickeln, das die relevanten Einflussfaktoren wie beispielsweise Kosten, notwendige Investitionen, zukünftige Entwicklungen sowie individuelle Standortfaktoren berücksichtigt.

  • 3. Teilschritt der Analysephase: Erstellung von Szenarien

Es ist wichtig, die Szenarienerstellung in zwei Schritten durchzuführen, da es verschiedene Zukunftsoptionen für jeden Standort gibt und diese zwischen den Standorten nicht selten unabhängig voneinander ausgewählt werden können:

1. Beschreibung von Zukunftsoptionen auf Standortebene und Auswahl der Vorzugsvarianten
2. Kombination der Zukunftsoptionen zu standortübergreifenden Szenarien

Durch die schrittweise Vorgehensweise war der Entscheidungsprozess für den Kunden nachvollziehbar und handhabbar.

  • 1. Teilschritt der Bewertungsphase: Vorauswahl der Szenarien und Detaillierung

Im nächsten Schritt wurden die Szenarien objektiv bewertet und selektiert. Dazu wurden zunächst alle Szenarien quantitativ wie auch qualitativ beschrieben und einander gegenübergestellt. Damit hatte der Kunde eine Basis für die notwendige und wichtige Vorauswahl der Szenarien.

Die ausgewählten Szenarien wurden dann im Detail ausgearbeitet. Dazu gehörten z. B. die Planung von Produktionsprozessen am neuen Standort und die Auswahl geeigneter Technologien, die mit denen aus den Ursprungsstandorten kombiniert werden konnten. Damit wurden Materialflüsse abgebildet und Layouts entwickelt. Auch die Organisation des Personals und der Zeithorizont wurden beschrieben. Am Ende entstand ein Zukunftskonzept mit einem hinterlegten Aktionsplan und detaillierten Aufwandsbeschreibungen.

  • 2. Teilschritt der Bewertungsphase: Validierung und Verifizierung

Der kontinuierliche Austausch und die Abstimmung mit dem Kunden, insbesondere nach der Erstellung der Szenarien, waren wesentlich für den Projekterfolg. Alle Details wurden noch einmal diskutiert und die zugrunde liegenden Kalkulationen geprüft. Gegenrechnungen wurden aufgestellt und die Ergebnisse auf diesem Wege verifiziert. Auch eine Risikobewertung wurde durchgeführt, um alle relevanten Entscheidungsfaktoren zu berücksichtigen. Die verbleibenden Szenarien wurden hinsichtlich ihres Potenzials und der Risiken nach verschiedenen Kriterien eingestuft und damit eine fundierte Grundlage für die Auswahl geschaffen.

  • 3. Teilschritt der Bewertungsphase: Entscheidung für das zukünftige Produktionsnetzwerk

Nach der Vorstellung der Ergebnisse wurde ein Szenario ausgewählt. Alle Standorte wurden in zwei zentralen Standorten zusammengeführt, die sich in ihrem Produktspektrum klar unterscheiden. Die Entscheidung für die Zwei-Standorte-Strategie erfolgte vor allem wegen des besonderen Know-hows an den verbleibenden Standorten und des Kosteneffekts. Aber auch die Faktoren Unternehmensimage und vorhandene Infrastruktur haben die Entscheidung beeinflusst.

Breite Expertise in der Optimierung von Produktnetzwerken

Seit der Gründung von TARGUS im Jahr 2001 wurden insgesamt über 60 Groß- und kleinere Teilprojekte im Bereich Lokalisierung geplant und realisiert. Dabei bildet ein systematisches Projektmanagement die Basis für eine erfolgreiche Durchführung. Neben der Fähigkeit, ein individuelles Allokationsmodell für ein Produktionsnetzwerk zu entwickeln, besteht die TARGUS Toolbox aus einem weitreichenden Repertoire an Werkzeugen und Techniken, die sich in der Vergangenheit bei Lokalisierungsprojekten bewährt haben.
Oftmals kennen Produktionsleiter ihr Unternehmen sehr gut, haben allerdings nur wenig Erfahrung in der Durchführung von Großprojekten im Bereich Lokalisierung.

Hier steht Ihnen TARGUS zur Seite und ist in der Lage, Sie effizient und zielgerichtet zu unterstützen. Unsere Berater verfügen über langjährige Management- und Führungserfahrung sowie spezielle fachliche und technische Kenntnisse. Damit kombinieren unsere Experten alle notwendigen Kompetenzen, um ein Lokalisierungsprojekt zum Erfolg zu führen.

Sie planen aktuell Standortverlagerungen oder möchten prüfen, welche Möglichkeiten zur Netzwerkoptimierung bestehen? Lernen Sie das PLACE-Modell von TARGUS zur Szenarienentwicklung inklusive Risikobewertung und Umsetzung von Produktionstransfers kennen.

Wir beraten Sie gerne und begleiten Ihren Lokalisierungsprozess aktiv.