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Die Kennzahl OEE fördert den Perspektivwechsel

Die Kennzahl OEE fördert den Perspektivwechsel
by Florian Geiger

Overall Equipment Efficiency

Weltweit wird industrieübergreifend die Kennzahl Overall Equipment Efficiency (kurz OEE) bzw. Gesamtanlageneffizienz genutzt, um Produktionsbereiche standardisiert vergleichbar zu machen und Transparenz zu schaffen.

Steigende Lohnkosten wirken sich negativ auf das EBIT aus. Sie lassen sich auch nur zum Teil durch die Optimierung von externen Wertschöpfungsketten abfangen. Weit mehr Ansatzpunkte finden sich in der eigenen Produktion. Durch eine verbesserte Anlageneffizienz, gemessen als OEE, können höhere Kosten an anderer Stelle neutralisiert werden. Doch gerade bei internen Veränderungen gibt es häufig Widerstände. „Das haben wir schon immer so gemacht.“ Diese weit verbreitete Haltung kostet viele Unternehmen Produktivität. Deshalb sind nicht nur Prozessoptimierungen, sondern auch neue Denkmuster erforderlich.

TARGUS unterstützt Unternehmen dabei, diesen Perspektivwechsel aktiv anzupacken. Durch neue Ansätze und Verhaltensmuster können trotz der Herausforderungen (z. B. durch höhere Lohnkosten) die Produktivität erhöht und die EBIT-Vorgaben auf Werksebene erfüllt werden.

OEE – gerade in Großunternehmen fehlt eine verbindliche Definition

Der erste Schritt ist die Schaffung von Transparenz, um ein klares und unverfälschtes Bild über die aktuelle Effizienz der bestehenden Anlagen als Grundlage für zukünftige Produktionsentscheidungen zu erhalten. Vor allem in der Automobil- und Zulieferindustrie wird die OEE als Messgröße für die Anlagenoptimierung genutzt. Auch in der pharmazeutischen Industrie wird sie verstärkt eingesetzt. Es zeigt sich jedoch, dass gerade in größeren Konzernen mit vielen Produktionsstandorten keine einheitliche Definition von Effizienz, ihrer Messung und Nutzung zu Verbesserungsprozessen besteht. Ohne eine objektive Vergleichbarkeit aber ist die erfolgreiche Integration neuer bzw. die gewinnbringende Auslastung bestehender Produktionsanlagen schwierig.

TARGUS Dimensionen der Gesamtanlageneffizienz OEE A - Die Kennzahl OEE fördert den Perspektivwechsel

Effizienzverluste bieten Ansatzpunkte zur Steigerung der OEE.

OEE ist eine verlustorientierte Kennzahl

Traditionell werden Produktionsziele in Stückzahlen ausgedrückt. Dies führt sowohl im Werksmanagement als auch bei Maschinenbedienern zu einem Denken in Stückzahlen. Die Zielorientierung führt dazu, dass Maschinenpotenziale und Mitarbeiterproduktivität nicht voll ausgeschöpft werden. Die Kennzahl OEE durchbricht diese Denkweise und sorgt für einen Perspektivwechsel, indem sie das Denken in Verlusten fördert. Analysen sind immer auf die maximale Produktionskapazität einer Anlage, bezogen auf einen bestimmten Zeitraum, ausgerichtet. Die Verluste werden dann in drei Kategorien aufgeteilt:

  • Verluste in der Verfügbarkeit (Availability Losses)

Die Verfügbarkeit der Anlage gibt Aufschluss darüber, wie viel Zeit durch Rüstvorgänge, geplante und ungeplante Reparaturen, Säuberung, Pausen, etc. verloren geht.

  • Verluste in der Leistung (Performance Losses)

Die Leistungskennzahl verbessert das Verständnis hinsichtlich der Produktionsstabilität einer Anlage während der Produktionszeiten. Oft wird die Auswirkung von Mini-Stopps unterschätzt. Das ständige Anlaufen einer Anlage steigert die Verluste und beeinflusst die Wartungsintervalle negativ.

  • Verluste in der Qualität (Quality Losses)

Gerade in der pharmazeutischen Produktion ist diese Kennzahl ein absoluter Indikator für die Rentabilität einer Anlage. Denn bei Produkten mit teuren Inhaltsstoffen, fallen die finanziellen Verluste durch Ausschuss aufgrund der höheren Kosten besonders ins Gewicht.

TARGUS Aufbau und Berechnung der Kennzahl OEE A - Die Kennzahl OEE fördert den Perspektivwechsel

Verfügbarkeit, Leistung und Qualität sind die Stellschrauben der Produktivitätskennzahl OEE.

Vielfach hat sich eine langjährige Routine bei den Mitarbeitern eingeschlichen, die aus eigener Kraft kaum durchbrochen werden kann. Das Resultat ist ein nicht zu vernachlässigender Verlust an Produktivität. Der ganzheitliche Ansatz von TARGUS zur Steigerung der Produktivität durch OEE durchbricht diese Verhaltensmuster unter Einbeziehung der zuständigen Manager, Linienverantwortlichen und Linienmitarbeiter. So wird das im Unternehmen vorhandene Wissen über Verbesserungen direkt genutzt und verspricht durch neue Sichtweisen schnelle und nachhaltige Erfolge, an denen alle Mitarbeiter partizipieren.

Durch die klare und einfach verständliche Aufteilung der aktuellen Verluste einer Anlage durch die Kennzahl OEE werden mehrere Effekte erzielt:

1. Hauptverluste können für jeden – vom Manager bis zum Maschinenbediener – dargestellt werden.

2. Die Experten vor Ort (Maschinenbediener) können aktiv in die Verbesserung der Anlageneffizienz eingebunden werden.

3. Es können sowohl organisatorische (Verfügbarkeit) als auch technische (Performance) Ansatzpunkte gezielt optimiert und Verbesserungen über die Zeit herausgestellt werden.

4. Durch die Feststellung des Status quo und die Erarbeitung von Verbesserungsmaßnahmen kann eine verständliche, zahlenbasierte Roadmap auf Anlagenebene erstellt werden.

5. Sobald alle Anlagen analysiert worden sind, kann aus den einzelnen Roadmaps der Anlagen eine Potenzialabschätzung für das gesamte Werk abgeleitet werden. Hier ist zudem die Involvierung der Supportbereiche (Lager, Logistik, Maintenance, Zulieferer etc.) möglich.

Der maßgeschneiderte OEE-Ansatz von TARGUS

Wir greifen die wichtigen Punkte des OEE-Ansatzes auf und unterstützen unsere Kunden vom Shop Floor über das mittlere Management bis hin zur Kommunikation des Corporate Reportings. Im ersten Schritt werden Top-down-Ziele erarbeitet, um zu verstehen, in welche Richtung sich der Operationsbereich unter Effizienzgesichtspunkten entwickeln muss.

TARGUS Typische Grobplanung Zielniveau A - Die Kennzahl OEE fördert den Perspektivwechsel

Beispiel für eine Visualisierung geplanter Projekte und deren Effekte auf die OEE

Sobald die Unternehmensbedürfnisse genau umrissen sind, verlagert sich die Aktivität auf den Shop Floor. Hier wird gemeinsam mit den Maschinenbedienern, Vorgesetzten und Managern durch Analyse des Shop Floors Klarheit über die aktuelle Performance geschaffen. Die Lücke zwischen den aktuellen Leistungen und dem angestrebten Ziel wird dann gemeinsam mit allen Beteiligten anhand von kleinen und größeren, technischen wie organisatorischen Projekten ausgearbeitet. Dabei ist jedes Projekt in seiner Wirkung immer deutlich auf das Ziel quantifiziert und ein erfahrener TARGUS-Experte übernimmt das Coaching aller Beteiligten.

Roadmap sichert den nachhaltigen Erfolg der OEE

TARGUS Vergleich geplanter und erzielter OEE Steigerungen A - Die Kennzahl OEE fördert den Perspektivwechsel

Roadmap und tatsächliche Entwicklung der OEE

Projekte, die keine Leistungssteigerung bringen, werden nicht weiterverfolgt. Der nächste Schritt ist die Planung der Projekte über den Projektzeitraum. Dadurch wird die Roadmap sichtbar. Über das Projektcontrolling ist der aktuelle Fortschritt jederzeit überprüfbar. Abweichungen werden frühzeitig sichtbar, die fehlende Unterstützung von Support-Bereichen kann sofort eskaliert werden.

Mit diesem speziellen OEE-Ansatz erreicht TARGUS Produktionszuwächse von bis zu 30 % auf Werksebene und 80 % auf Anlagenebene. Entscheiden Sie sich für einen Perspektivwechsel und gewinnen Sie nachhaltige Produktionssteigerungen. Sprechen Sie uns an, wir freuen uns über jede neue Herausforderung unabhängig von Industriezweig oder Standort.

Kontakt:

Watzka 6911 - Die Kennzahl OEE fördert den Perspektivwechsel
Sandro Watzka
E-Mail: sandro.watzka@targusmc.de