Home | Nеws | Aus der Praxis: Produktkostenoptimierung (PKO)

Aus der Praxis: Produktkostenoptimierung (PKO)

by Florian Geiger

Einsparpotenziale von mehr als 20 % realisiert

Die Produktkostenoptimierung (PKO) geht ins Detail und schafft Transparenz. Für einen Motorenhersteller sollte TARGUS die Herstellkosten einer bestehenden Motorenreihe um mindestens 10 % reduzieren. Durch die Senkung der Herstellkosten und die Vereinfachung der Produktion wurden deutlich höhere Einsparpotenziale erreicht.

Eigene Untersuchungen des Herstellers hatten eine Kostenreduktion von etwa 5 % ergeben. Im ersten Schritt des Produktkostenoptimierungs-Projektes betrachteten unsere PKO-Experten Absatzprognosen sowie die Herstellkosten des Produktes heruntergebrochen auf Materialnummernebene und Arbeitsplanschritte. Jedes Material wurde mit einer möglichen Maßnahme belegt.

Langfristiger Erfolg durch Produktkostenoptimierung (PKO)

Parallel dazu untersuchten unsere PKO-Experten vergleichbare Motorenreihen von drei Wettbewerbern auf konstruktive Lösungen sowie andere Produktionsverfahren und erstellten detaillierte Gegenrechnungen unter Betrachtung der Wechselwirkung zwischen einzelnen Systemkomponenten. Auf Basis der Kalkulationsergebnisse wurden Einsparpotenziale mit ausgewählten Lieferanten abgestimmt.

In gemeinsamer Zusammenarbeit mit Lieferanten, Entwicklung, Produktion und Einkauf wurde nicht nur das Produkt optimiert, sondern auch die Produktion vereinfacht. So konnten mit der PKO innerhalb eines Jahres Einsparpotenziale von 10 % und in den darauffolgenden zwei Jahren von weiteren 10 % durchgesetzt werden – dies alles, ohne die technischen Eigenschaften oder das äußere Erscheinungsbild des Produkts zu beeinflussen. Darüber hinaus wurden weitere Einsparpotenziale aufgezeigt, die im Rahmen der Entwicklung einer neuen Motorenreihe umgesetzt wurden. Die hier erreichte Kostenreduzierung lag bei rund 50 %.

Produktkostenoptimierung – das Vorgehen im Einzelnen

Ob bei einer Produktneuentwicklung, bei der Überarbeitung bestehender Produktreihen oder beim Einkauf komplexer Investitionsgüter, die Produktkostenoptimierung ist immer das geeignete Instrument, wenn Sie eine produktbezogene Kostensenkung erreichen wollen.

Die Produktkostenoptimierung (PKO) erfolgt in drei Schritten:

  • Transparenz schaffen über Preise, Stückzahlen, Herstellkosten und Produktionskosten der Lieferanten (ermittelt durch Gegenkalkulation)
  • Optimierung des Produktes
  • Umsetzungsplanung

Kernkostenableitung L - Aus der Praxis: Produktkostenoptimierung (PKO)
Produktkostenoptimierung (PKO) – Kernkostenableitung einer Regelanlage

Spezifikation ist der Schlüssel für die Produktkostenoptimierung (PKO)

Einer der wesentlichen Kostentreiber ist die Spezifikation, die die Rahmenbedingungen der Beschaffung und der Konstruktion festlegt. Oft werden an dieser Stelle einkäuferische Freiheiten eingeschränkt und auch alternative konstruktive Lösungen nicht zugelassen.

Bei der Erstellung einer Spezifikation müssen zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden. Dabei müssen deren Aktualität aus technischer Sicht ebenso bewertet werden wie die Kostenauswirkungen vor sich ständig verändernden Marktbedingungen. Aber wie kann der Einkauf diese Zusammenhänge im Sinne einer unternehmerisch optimalen Lösung managen?

Produktkostenoptimierung (PKO) bestimmt die Kernkosten

Um die Produktbeschaffung oder das Produktdesign kostenoptimal zu gestalten, hinterfragen unsere PKO-Experten auch die Grundlagen der Spezifikation. Ziel dabei ist die Bestimmung des harten Kostenminimums, der Kernkosten: Nach konsequenter Untergliederung des Produktes in Funktions- und Baugruppen wird ermittelt, welche Funktionen zur Erfüllung der Kernfunktionen wirklich erforderlich sind und welche Baugruppen kostengünstiger ausgelegt werden können.

Durch Kalkulation der Herstellkosten, Identifikation der Kostentreiber und konsequente Trennung von Kernfunktionalität und Zusatznutzen können durch die Produktkostenoptimierung (PKO) die minimal benötigten Kosten zur Erfüllung der geforderten Funktion bestimmt werden.

Interdisziplinäre Teams bewerten die PKO-Ansätze

Natürlich ist das billigste Produkt nicht immer das beste: Gestiegene Qualitätsansprüche, z. B. eine erhöhte Lebensdauer oder eine höhere Einsatzflexibilität, sowie Veränderungen der assoziierten Funktionsgruppen müssen kostenseitig bewertet und in einen Aufpreiskatalog umgewandelt werden. Hier offenbart sich eine weitere Stärke der Produktkostenoptimierung (PKO): Durch die Bearbeitung in Teams aus Einkauf, Entwicklung und Produktion können kostenoptimale Lösungen gefunden werden. Durch die Ergänzung um Qualität und Vertrieb können weitere Maßnahmen entwickelt werden, um die eigene Vertriebsmacht und damit den Verkaufspreis zu steigern.

Erst dann kann die unternehmerische sinnvollste Entscheidung getroffen werden: Welcher Zusatznutzen lohnt seine Mehrkosten? Rechnet sich die Standardisierung? Mit den Fachabteilungen werden diese Fragen nun auf einer rationalen Basis beantwortet: Statt Meinungen werden harte, kostenbasierte Fakten diskutiert und nachvollziehbare unternehmerische Entscheidungen getroffen. Der PKO-Einkäufer wird somit zum echten Beschaffungsmanager.

Produktkostenoptimierung tailored

Jede Ausgangssituation ist anders. In einem gemeinsamen Vorprojekt stellen wir fest, ob in Ihrem Markt die Preisgestaltung oder die Kostenoptimierung das entscheidende Thema ist. Entsprechend passen wir unseren Ansatz zur Produktkostenoptimierung (PKO) an Ihre Gegebenheiten an.

Realisieren auch Sie Ihre Einsparpotenziale! Wir schauen ins Detail und senken Ihre Produktkosten.